Erzählcafé Leipzig in den 60er Jahren

Panoramafoto von der Veranstaltung im April 2018
2917/2018 fand das Erzählcafé "Leben in Leipzig“ statt. Wir sind mit älteren Leipzigerinnen und Leipzigern ins Gespräch gekommen. Es wurden Erinnerungen an die 60er Jahre gesammelt und festgehalten.

Einladung zur Ausstellungseröffnung

Am 16. Januar 2020 öffnet das LeipzigZimmer seine Pforten. Die erste Veranstaltung ist um 11 Uhr die Vernissage „Leben in Leipzig in den 60er Jahren“. Auf 14 Ausstellungstafeln und in den Vitrinen werden Erinnerungen aus dem gleichnamigen Erzählcafé lebendig: Wie war das mit der ersten Wohnung, dem ersten Arbeitsplatz? Wie haben die Leipziger damals mit ihren Familien die Feste gefeiert? Die Stadtbibliothek Leipzig hat diese Ausstellung gemeinsam mit der Stiftung Bürger für Leipzig erstellt. Die Ausstellung wird bis Juni 2020 im 1. OG der Stadtbibliothek zu sehen sein.

Generell steht das LeipzigZimmer künftig für ähnliche Gespräche auf Augenhöhe zur Verfügung, wie wir sie im Erzählcafé zu den 60er Jahren erlebt haben. Nutzen Sie das! Treffen Sie sich mit Nachbarn, Arbeitskollegen etc. Gern komplett selbst organisiert. Wie das geht und wie das LeipzigZimmer funktionieren wird, lesen Sie hier.

Einladung zur Vernissage als PDF zum Download

Erzählcafé - die Historie

Gemeinsam mit der Stadtbibliothek Leipzig luden wir ältere Leipziger/innen neun Mal zum Erzählcafé ein: Wir wollten von der älteren Generation wissen, wie es sich in den 60er Jahren in Leipzig lebte. Aus der ursprünglichen Überlegung, die Geschichten in einem Buch zu veröffentlichen, ist eine Ausstellung zu den 60er Jahren mit Beiträgen der Teilnehmer/innen des Erzählcafés geworden. Geplant ist die Eröffnung in der Stadtbibliothek im Januar 2020 - die 60er Jahre sind dann 60 Jahre her.

Wir wollen mit diesem Projekt und ähnlichen Vorhaben einen Beitrag leisten, dass wir eine Offene Gesellschaft bleiben. Warum halten wir das für nötig?

Wenn man sich an den Herbst 89 erinnert, ist fast nicht vorstellbar, dass es auch in Leipzig inzwischen sehr viele Bürgerinnen und Bürger gibt, die sich an Kultur und Politik kaum noch beteiligen. 60 Prozent blieben der Stadtratswahl 2016 fern. Hingegen wächst der Zuspruch zu rechtspopulistischen Parteien. Die Erzählcafés sollten ein Angebot sein, diese oft gutsituierten Bürger wieder zu erreichen. Wir wollten ihre Geschichten und Sichtweisen auf die Entwicklung der Stadt zur Geltung bringen und sie zur Mitarbeit gewinnen. Durch eine Kaffeehausatmosphäre und das moderierte Gespräch wollten wir darüber hinaus Fragen des bürgerschaftlichen Engagements thematisieren. Es sollte keine "Klagemauern" errichtet, sondern stets nach den Eingriffsmöglichkeiten für Engagement in Leipzig gesucht werden.

Erinnerungen zum Nachhören

In loser Folge veröffentlichen wir einzelne Beiträge als Originalmitschnitte zum nachhören in unserem Newsletter und auf dieser Seite. Viel Freude mit den wunderbaren Anekdoten!

Kooperation mit den Leipziger Städtischen Bibliotheken

Dank der Unterstützung der Leipziger Städtischen Bibliotheken fanden die Erzählcafés am Wilhelm-Leuschner-Platz statt. Die Bibliothek unterstützte zudem die Öffentlichkeitsarbeit. Die Veranstaltungen waren ohne Anmeldung zugänglich, der Eintritt frei. Zudem gab es Kaffee aus 60er Jahre Sammeltassen und echte "Kuchenschüsseln" von der Konditorei Krüger am Eutritzscher Markt. 

Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung

Das Projekt wurde gefördert von der Robert-Bosch-Stiftung im Rahmen der Aktionen für eine Offene Gesellschaft, die bundesweit ein Zeichen für Demokratie, Pluralismus und Menschenfreundlichkeit setzen. Wir bedanken uns für diese Unterstützung und die Präsentation unseres Beitrags auf der bundesweiten Plattform.

Kommen Sie zur Eröffnung der Ausstellung!

Wir freuen uns, wenn Sie Gast der Ausstellungseröffnung sein möchten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.