Erzählcafé Leipzig in den 60er Jahren

60er Jahre. Kinder am Kinderwagen. Foto aus dem bestand von Stefanie Halisch
2017/2018 fand das Erzählcafé "Leben in Leipzig“ statt. Wir sind mit älteren Leipzigerinnen und Leipzigern ins Gespräch gekommen. Es wurden Erinnerungen an die 60er Jahre gesammelt und festgehalten.

Erzählcafé geht 2021 weiter - mit neuem Schwerpunkt

Wir wollen über die Wendejahre reden, über die 90er Jahre. Mit Ihnen, die Sie damals in Leipzig gelebt haben und dabei waren, ob als Akteur oder Beobachter*in. 
Dafür werden wir das LeipzigZimmer der Stadtbibliothek nutzen. Michael Hofmann wird die Veranstaltungen in bewährter Weise moderieren. Natürlich müssen wir abwarten, bis die Pandemie soweit "vorbei" ist, dass wieder direkte Kontakte möglich sind. Bis dahin bleiben wir einfach gesund und arbeiten am Konzept. 

Hier schon einmal ein Ausblick auf die Themen: 

1. Erzählcafé: Alltag und Geselligkeit in den 1990er Jahren
2. Erzählcafé: Umorientierungen in Beruf und Anstellung
3. Erzählcafé: Festung Familie
4. Erzählcafé: Kultur, Freizeit und Urlaub in den 1990er Jahren
5. Erzählcafé: Was erzähle ich mal meinen Enkeln über diese Zeit? Generationen und Umbruchserfahrungen


Dokumentation

Erinnerungen an die 60er in einem Band

Endlich haben wir es geschafft: Anlässlich der Ausstellungseröffnung Leben in Leipzig in den 60er Jahren haben wir die Dokumentation der Stadtbibliothek übergeben. Alle Erzählungen im O-Ton, transkribiert von vier fleißigen Helferinnen, finden Sie nun im Handbestand des LeipzigZimmers. Zu lesen ist das Dokument jederzeit hier. Wir stellen es als PDF zum Download zur Verfügung.

Erinnerungen zum Nachhören

Originalmitschnitte zum Nachhören auf dieser Seite. Viel Freude mit den wunderbaren Anekdoten!

Ausstellung zum Leben in Leipzig in den 60er Jahren

Am 16. Januar 2020 lüftete das LeipzigZimmer erstmals seinen Vorhang - als offener Raum ohne Türen kann man schlecht selbige öffnen. Die erste Veranstaltung war die Vernissage „Leben in Leipzig in den 60er Jahren“. Auf 14 Ausstellungstafeln und in 10 Vitrinen werden Erinnerungen aus dem Erzählcafé lebendig: Wie war das mit der ersten Wohnung, dem ersten Arbeitsplatz? Wie haben die Leipziger damals mit ihren Familien die Feste gefeiert? Die Stadtbibliothek Leipzig hat diese Ausstellung gemeinsam mit der Stiftung Bürger für Leipzig erstellt. Die Ausstellung war bis Juni 2020 im 1. OG der Stadtbibliothek zu sehen.

Alle Tafeln befinden sich in Obhut der Stiftung und auf Anfragen gern an anderen Orten auszustellen.

Generell steht das LeipzigZimmer künftig für ähnliche Gespräche auf Augenhöhe zur Verfügung, wie wir sie im Erzählcafé zu den 60er Jahren erlebt haben. Nutzen Sie das! Treffen Sie sich mit Nachbarn, Arbeitskollegen etc. Gern komplett selbst organisiert. Wie das geht und wie das LeipzigZimmer funktionieren wird, lesen Sie hier.


Ein Erzählcafé zu den 60er Jahren: Wozu?

Gemeinsam mit der Stadtbibliothek Leipzig luden wir ältere Leipziger/innen neun Mal zum Erzählcafé ein: Wir wollten von der älteren Generation wissen, wie es sich in den 60er Jahren in Leipzig lebte. Aus der ursprünglichen Überlegung, die Geschichten in einem Buch zu veröffentlichen, ist eine Ausstellung zu den 60er Jahren mit Beiträgen der Teilnehmer/innen des Erzählcafés geworden. Geplant ist die Eröffnung in der Stadtbibliothek im Januar 2020 - die 60er Jahre sind dann 60 Jahre her.

Wir wollen mit diesem Projekt und ähnlichen Vorhaben einen Beitrag leisten, dass wir eine Offene Gesellschaft bleiben. Warum halten wir das für nötig?

Wenn man sich an den Herbst 89 erinnert, ist fast nicht vorstellbar, dass es auch in Leipzig inzwischen sehr viele Bürgerinnen und Bürger gibt, die sich an Kultur und Politik kaum noch beteiligen. 60 Prozent blieben der Stadtratswahl 2016 fern. Hingegen wächst der Zuspruch zu rechtspopulistischen Parteien. Die Erzählcafés sollten ein Angebot sein, diese oft gutsituierten Bürger wieder zu erreichen. Wir wollten ihre Geschichten und Sichtweisen auf die Entwicklung der Stadt zur Geltung bringen und sie zur Mitarbeit gewinnen. Durch eine Kaffeehausatmosphäre und das moderierte Gespräch wollten wir darüber hinaus Fragen des bürgerschaftlichen Engagements thematisieren. Es sollte keine "Klagemauern" errichtet, sondern stets nach den Eingriffsmöglichkeiten für Engagement in Leipzig gesucht werden.


Kooperation und Förderung

Kooperation mit den Leipziger Städtischen Bibliotheken

Dank der Unterstützung der Leipziger Städtischen Bibliotheken fanden die Erzählcafés zu den 60er Jahren in der Bibliothek am Wilhelm-Leuschner-Platz statt. Die Veranstaltungen waren ohne Anmeldung zugänglich, der Eintritt frei. Zudem gab es Kaffee aus 60er Jahre Sammeltassen und echte "Kuchenschüsseln" von der Konditorei Krüger am Eutritzscher Markt. 

Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung

Das Projekt wurde gefördert von der Robert-Bosch-Stiftung im Rahmen der Aktionen für eine Offene Gesellschaft, die bundesweit ein Zeichen für Demokratie, Pluralismus und Menschenfreundlichkeit setzen. Wir bedanken uns für diese Unterstützung und die Präsentation unseres Beitrags auf der bundesweiten Plattform.

Unterstützung des Demokratiefonds

Für das 2021 geplante Erzählcafé zu den 90er Jahren freuen wir über  die Förderzusage des Förderfonds Demokratie. Damit werden wir die Kosten für die Veranstaltung und Dokumentation decken können. Der Förderfonds Demokratie ist eine Gemeinschaftsinitiative von

  • Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.
  • Bertelsmann Stiftung
  • Deutsche Telekom Stiftung
  • Gerda Henkel Stiftung
  • Körber Stiftung
  • Robert Bosch Stiftung
  • Schöpflin Stiftung
  • Stiftung Mercator

 

Interesse?

Wir freuen uns, wenn Sie beim Projekt mitmachen wollen. Schreiben Sie uns über das Kontaktformular.