Erzählcafé „Leben in Leipzig“ in den 60er Jahren

Bildcollage: Messe-M an der Alten Messe, Kaffeetasse und ein Neubaugebiet
Die Stiftung Bürger für Leipzig startet im September 2017 eine Reihe von „Erzählcafés Leben in Leipzig“. Ziel und Zweck der Erzählcafés ist es, mit Leipzigern ins Gespräch zu kommen, ihrer Lebensleistung Respekt zu zollen und diese in dokumentarischer Form zu veröffentlichen. Initiator des Projektes ist Prof. Dr. Michael Hofmann.

Wir wollen mit dem Projekt einen Beitrag leisten, eine offene Gesellschaft zu bleiben. Wenn man sich an den Herbst 89 erinnert, ist es fast nicht vorstellbar, dass es auch in Leipzig inzwischen sehr viele Bürger/innen gibt, die sich an Kultur und Politik kaum noch beteiligen. 60 Prozent blieben der Stadtratswahl 2016 fern. Hingegen wächst der Zuspruch zu rechtspopulistischen Parteien. Die Erzählcafés sollen ein Angebot sein, diese oft gutsituierten Bürger wieder zu erreichen. Wir wollen ihre Geschichten und Sichtweisen auf die Entwicklung der Stadt zur Geltung bringen und sie zur Mitarbeit gewinnen.

Durch eine Caféhausatmosphäre und den erfahrenen Moderator sollen darüber hinaus Fragen des bürgerschaftlichen Engagements thematisiert werden. Es sollen keine "Klagemauern" errichtet, sondern stets nach den Eingriffsmöglichkeiten für Engagement in Leipzig gesucht werden.

Auftakt im September: „Meine erste Wohnung in Leipzig“

Am 11. September 2017 um 17 Uhr beginnen wir mit dem Thema „Meine erste Wohnung in Leipzig“. Weitere Erzählthemen werden „Lehrjahre – Berufsausbildung in Leipziger Betrieben“ oder „Nachtleben in Leipzig“ sein.

Es sind vorerst neun Veranstaltungen geplant. Dank der Unterstützung der Leipziger Städtischen Bibliotheken werden die Erzählcafés dort stattfinden. Die Bibliothek unterstützt zudem die Reihe in der Öffentlichkeitsarbeit. Die Veranstaltungen sind ohne Anmeldung zugänglich, der Eintritt ist frei.

Die Räume der Stadtbibliothek sind barrierefrei zugänglich. Sollten Sie individuelle Unterstützung benötigen, kontaktieren Sie uns gern.

Das Projekt wird gefördert von der Robert Bosch Stiftung im Rahmen der Aktionen für eine Offene Gesellschaft, die bundesweit ein Zeichen für Demokratie, Pluralismus und Menschenfreundlichkeit setzen.

Helferaufruf

Wir suchen Helfer/innen für die Mitarbeit, insbesondere bei der Transkription der Erzählungen. Wer keine Vorkenntnisse hat, wird eingeführt und angeleitet. Die Zahlung einer Aufwandsentschädigung für diese Leistung ist vorgesehen. Des Weiteren benötigen wir eine/n Helfer/in für die Technik und zwei Personen für das Catering.

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Titelbild: eigene Montage; Farbfoto = Alte Messe, Schwarz-Weiß-Foto: = Leipzig Grünau 1983, Bundesarchiv, Bild 183-1983-0926-006 / CC-BY-SA 3.0