Musik macht schlau

Titelbild MMS
Musik macht schlau ist ein Stipendiatenprogramm. Wir fördern die musikalische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen aus finanziell schwächeren Familien.

Ziel des Projektes

Wir wollen, dass alle Kinder ein Instrument erlernen können, die das wollen. Und zwar auch dann, wenn sich die Eltern die Gebühren nicht leisten können. Alle Kinder haben gleiche Bildungschancen verdient: Dafür setzen sich die Stifterinnen und Stifter gemeinsam ein. Deshalb haben wir 2008 gemeinsam mit dem GeyserHaus e. V. das Projekt „Musik macht schlau“ gestartet. Die Stiftung Bürger für Leipzig hat für das Projekt seit 2008 insgesamt rund 60.000 Euro an Spenden gesammelt.

Musik macht schlau unterstützen

Die Möglichkeiten zur Unterstützung sind so vielfältig wie die Welt der Musik: Spenden helfen,  um Stipendien vergeben zu können. Sachspenden von Instrumenten oder Noten sind aber auch willkommen. Manche Musiklehrer*innen geben pro bono Musikunterricht, auch das kann eine Unterstützung sein. Ob ein ganzes oder halbes Jahresstipendium oder auch ein kleinerer Betrag: Jede Spende hilft!

Schirmherr David Timm, Universitätsmusikdirektor der Uni Leipzig:

„In letzter Zeit beobachte ich, dass unsere Kultur – auch das reiche Musikleben der Stadt Leipzig – vor allem als Statussymbol, Exportartikel und Wirtschaftsfaktor konsumiert und vermarktet wird. Das kulturelle Umfeld vieler Kinder und Jugendlicher dagegen hat damit nichts zu tun: währen der entscheidenden  Entwicklungsjahre voller Aufnahmefähigkeit und Energie werden wenig oder gar keine Anregungen zum kreativen Tun gegeben. Musik macht schlau ist eine wichtige Initiative, die sich diesem Trend entgegenstellt und sich für Chancengleichheit bei der musikalischen Ausbildung von Kindern einsetzt. Ich bitte alle Leipziger Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung dieses Projekts.“


Vom Stipendienkind zum "Bufdi": Mit Musik macht schlau beginnt eine musikalische Reise

Damian ist in der Musikschule am GeyserHaus unterwegs. Er schaut ob das Klavier gestimmt ist, stellt das Schlagzeug ein, freut sich auf die Kinder, die zur musikalischen Früherziehung kommen. Damian absolviert gerade seinen Bundesfreiwilligendienst (*Bufdi) im GeyserHaus. Das soziokulturelle Zentrum in Eutritzsch bietet ihm viele Möglichkeiten, sich einzubringen. Mal ist es Büroarbeit, aber zunehmend laufen auch wieder „richtige“ Projekte. Bis hierhin könnte es das ein Porträt eines beliebigen Bundesfreiwilligen sein. Das besondere an Damian aber ist, dass seine musikalische Entwicklung durch das Stipendiatenprogramm „Musik macht schlau“ gefördert wurde. Damian gehört zur ersten Generation der Stipendiaten.

Damian wächst in einer musikalischen Familie auf. Sein Bruder spielte in einer Punkband, der Vater ist Musikwissenschaftler. Erste Kenntnisse am Klavier hat er mitgebracht, Schlagzeug hat er im Stipendenprogramm zusätzlich gelernt. „Musik bereichert mein Leben ungemein. Mein Selbstbewusstsein hat gehörig Auftrieb bekommen,“ sagt Damian. Verständlich, denn er spielt mit anderen Jugendlichen in Bandprojekten und steht mit dem Leipziger Familienorchester auf der Bühne.

„Ich habe in Bandprojekten einen großen Teamgeist erlebt. Es ist großartig, wie stark man über die Musik miteinander kommunizieren kann. Selbst Instrumente zu spielen, ist eine echte Herausforderung. Man kann sich viel autodidaktisch erschließen, aber ich brauche auch die Anregung von erfahrenen Musikern. Mein persönliches Highlight war, mit den Profis vom Gewandhausorchester gemeinsam Schlagzeug zu spielen. Das bleibt unvergesslich.“ Ob auch sein Studium mal etwas mit Musik zu tun haben wird? Das ist noch offen, aber es wäre ihm schon sehr zu wünschen.


Stipendiaten beim Frühjahrsempfang im GeyserHaus

Im März 2024 fand das letzte Vorspiel der Stipendiatenkinder statt. Ein kleiner Rückblick hier von Wolfgang Merseburger:

"Es war schon beeindruckend und rührend gleichermaßen, was die jungen Musikerinnen und Musiker am Sonntagnachmittag im „Unter-Rock“ des Geyserhauses gespielt  haben. Mit viel Einsatz und Hingabe boten sie den BesucherInnen ein breites Programm ihres musikalischen Könnens dar. Da waren Stücke von Beethoven und Frederic Chopin ebenso zu hören wie Stücke von Frank Sinatra - der bestimmt auch selbst bei manchem Bühnenabgang applaudiert hätte. Beeindruckende Soli am Saxophon, am Schlagzeug oder am Cello lösten einander ab. Die Sägerinnen werden sich bestimmt noch einen Namen machen. Eventuell kommt in einigen Jahren der Durchbruch. Dann können wir sagen: Schau, dieses Mädel war mal Stipendiatin bei „Musik macht schlau“!"

 

Direkter Weg zu Musik macht schlau

Mehr zum Projekt auf den Seiten vom GeyserHaus.